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MANCHMAL FAHREN ZÜGE - REZENSIONEN
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![]() Werkverzeichnis
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Hier klicken für eine Textprobe Trümmer- und Liebeslieder die andere zeit Es sind gerade die Einfachheit, die selbstverständliche Wahl der Worte, die Heimlichkeit eines schlichten Gesprächs, welche solche Gedichte der Liedhaftigkeit annähern. Urwünsche und Urbedürfnisse eines Menschen in seelenlosen Regionen, wie ihn Ingeborg Kaiser immer wieder schmerzlich genau zeichnet, kleiden sich in zwingende Bilder, die gleicherweise dem Kunstverstand wie der jähen Inspiration entspringen: ein glück mahle sie zum glück Doch dehnen sich diese Ereignisse des Glücks nie zur Dauer; vielmehr bleiben sie Momente, hinterlassen sie allein Spuren. Denn ihnen allen liegt auch die Möglichkeit des Scheiterns zugrunde, der Konkurs lauert stets im Hintergrund. Ein Gedicht wie dieses, das in typischer Weise den Tonfall mancher Gedichte Ingeborg Kaisers hereinholt, zieht Bilanz: konkurs ich buche Spiel und Konkurs, Aufflug und Sturz, Liebe und Trümmerlandschaft- solch gegensätzliche Erfahrungen leiten die Gedichte Ingeborg Kaisers, diese lyrischen Lageberichte einer Frau, welche um Kälte und Wärme menschlicher Empfindungen weiss. Neue Zürcher Zeitung, 26.Juli 1983, Nr. 172 B. |
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